vinothekNortheim-wein-trauben-1x1

Gute Weine – Das Trauben-Einmaleins


meinweinWein – ein Glas voll lebendiger Kultur

Wein trinkt man nicht, um seinen Durst zu löschen, man „kippt“ ihn nicht herunter  wie einen Schnaps:  Wein genießt man mit allen Sinnen,  auf angemessene Art.

Eines der größten Internetportale rund um das Thema Wein hat sich die Mühe gemacht, eine umfangreiche Zitate- und Aphorismensammlung zum Thema zusammen zu tragen. Sie gibt Aufschluß darüber, wie sehr die Thematik des Genusses von Wein die großen Dichter und Denker aller Zeiten beschäftigt hat: www.weinimwww.de/zitate.htm

Rosé, Rosato und Rosado – alles rosa, oder was?

Einen guten Roséwein zu produzieren, gehört  zu den technisch  anspruchsvollsten Aufgaben eines Winzers. Der Rosé lebt von seinen feinen Aromen; sie sind wahre Diven und  verzeihen keine Fehler.

Rotweintrauben sind seine Grundlage. Sie werden, was der Fachjargon „gemaischt“ nennt, auf gut Deutsch: „angequetscht“, und nur für einen kurzen Zeitraum von maximal zwei Tagen auf der Maische stehen gelassen. In dieser Zeit lösen sich die Farbstoffe und Aromen aus den Beerenschalen.

Abhängig von der Rebsorte entstehen nun die auch optisch wunderbar ansprechenden lachs- bis erdbeerfarbenen Weine. Mit ihren  Aromen von roten Sommerfrüchten, manchmal auch mit einer Gewürzkomponente, begeistern sie auch ungeschulte Weintrinker im Handumdrehen und begleiten uns durch den ganzen Sommer.

Rosé ist die häufigste Bezeichnung solcher Weine, aber das bedeutet nicht, dass sie ausschließlich aus Frankreich kommen.  Sehr ansprechende Rosés findet man beispielsweise tatsächlich auch  in Deutschland (die Vinothek gibt diesbezüglich gerne Empfehlungen!) und in vielen anderen Weinbauländern, auch in Übersee.

In Frankreich werden häufig Grenache, Syrah, Pinot Noir, Cabernet Franc sowie seltener Cabernet Sauvignon für die Rosébereitung verwendet, aus Südafrika stammen hervorragende Pinotage Rosés und in Deutschland ist die bevorzugte Rebsorte für Rosé der Spätburgunder.

Die italienische Variante der Roséweine heißt Rosato; die Italiener verwenden bevorzugt die Rebsorten Nero d`Avola, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon. Nur ein Buchstabe unterscheidet in Sachen Rosé bzw. Rosato den Italiener vom Spanier: Rosado heißen die spanischen Roséweise, und die Trauben von Monastrell, Garmendia und Tempranillo kommen für seine Herstellung zum Einsatz.